Boxer-Skyranger-30 absolviert Härteerprobung in Schweden
Boden. Auf dem schwedischen Truppenübungsplatz Boden hat der Boxer mit dem Skyranger-30-Turm die viermonatige Härteerprobung unter winterlichen Bedingungen erfolgreich abgeschlossen. Bei Temperaturen bis minus 32 Grad Celsius wurden Schießerprobungen gegen Drohnenziele durchgeführt. Die Bundeswehr beschafft 19 Systeme als ersten Schritt einer geplanten Großserie. Hersteller Rheinmetall meldete keine technischen Beanstandungen.
Antwort auf die Drohnenbedrohung
Mit dem Skyranger-30 reagiert das Heer auf die zunehmende Bedrohung durch kommerzielle Kleindrohnen und Loitering Munitions. Die 30-mm-Maschinenkanone verschießt programmierbare Airburst-Munition, ergänzt durch zwei Stinger-Starter. Die Reichweite gegen Drohnen liegt bei rund vier Kilometern.
Standortwahl umstritten
Die Stationierung der ersten Einheiten ist für die Flugabwehrlehrgruppe in Husum vorgesehen. Eine zweite Heimatregion wird zwischen Sachsen-Anhalt und Bayern diskutiert. Der Inspekteur des Heeres betonte, ohne Skyranger sei eine geschützte Verlegung von Verbänden im Gefecht nicht mehr darstellbar.
Folgebeschaffung erwartet
Der Bedarfsträger Heer hat bereits eine Optionsausweitung auf 84 Systeme angemeldet. Im Verteidigungsministerium gilt eine Entscheidung im Sommer 2026 als wahrscheinlich. Auch die Marineschutzkräfte zeigen Interesse an einer schiffsbasierten Variante des Systems.
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