Bundeswehr erhält neue Leopard-2A8-Charge
Berlin. Die Bundeswehr hat die zweite Charge von 40 Leopard-2A8-Kampfpanzern offiziell in Dienst gestellt. Die Übergabe markiert einen wichtigen Meilenstein im milliardenschweren Modernisierungsprogramm der gepanzerten Kampftruppen. Erste Verbände bei den Panzerlehrbrigaden in Bayern und Niedersachsen beginnen umgehend mit der Ausbildung an der neuen Plattform.
Technische Aufrüstung
Die A8-Variante verfügt über das Trophy-Abstandsschutzsystem aus israelischer Produktion, eine verbesserte Optik mit thermischer Bildverarbeitung der dritten Generation und eine modernisierte Feuerleitanlage. Das Hardkill-System soll anfliegende Panzerabwehrlenkwaffen und Panzerfäuste im letzten Moment abfangen — eine Lehre aus den Gefechten in der Ukraine, wo Kampfpanzer ohne aktiven Schutz hohe Verluste erlitten.
Stückkosten und Zeitplan
Pro Fahrzeug liegen die Beschaffungskosten bei rund 17 Millionen Euro. Bis 2030 sollen insgesamt 123 Stück geliefert werden. Die Mittel stammen aus dem Sondervermögen der Bundeswehr. Krauss-Maffei Wegmann produziert die Wannen in München, die Türme in Kassel.
Operative Einbindung
Die ersten einsatzbereiten Kompanien sollen Ende 2026 der NATO Very High Readiness Joint Task Force unterstellt werden. Generalleutnant Markus Burgstaller, Inspekteur des Heeres, sprach von einem „Quantensprung in der Durchsetzungsfähigkeit der gepanzerten Truppe“. Kritiker monieren, dass parallel die Munitionsbevorratung weiterhin hinter den NATO-Vorgaben zurückbleibt.
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