Drohnenabwehr: Bundeswehr testet Skyranger-System
Todendorf. Die Bundeswehr testet auf dem Truppenübungsplatz Todendorf das Drohnenabwehrsystem Skyranger 30 von Rheinmetall. Erste Resultate zeigen eine hohe Trefferquote auch gegen kleinste Quadrokopter.
Systemaufbau
Skyranger 30 ist ein luftverladbarer Turm mit 30-mm-Maschinenkanone, programmierbarer Airburst-Munition und integriertem AESA-Radar. Das System detektiert anfliegende Drohnen ab einer Reichweite von acht Kilometern und kann Schwarmangriffe bekämpfen.
Lehren aus der Ukraine
Die Erfahrungen aus dem Ukrainekrieg haben den Wert kompakter Drohnenabwehr drastisch unterstrichen. Selbst Hochwert-Plattformen wie Kampfpanzer geraten in höchste Gefahr, wenn keine taktische Luftverteidigung mitläuft. Die Bundeswehr beschafft Skyranger auf Basis des GTK Boxer — die ersten 19 Systeme sollen bis Ende 2027 ausgeliefert werden.
Bewaffnung und Munition
Die programmierbare Airburst-Munition explodiert programmgenau vor dem Ziel und erzeugt eine Splitterwolke, die kleine UAVs zuverlässig zerstört. Zusätzlich ist die Integration der Lenkflugkörper Stinger oder Mistral vorgesehen.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare.
Zum Kommentieren bitte anmelden oder registrieren.