Kameraden

EUNAVFOR Aspides verlängert: Marine bleibt im Roten Meer

EUNAVFOR Aspides verlängert: Marine bleibt im Roten Meer

Larnaka. Der Bundestag hat das Mandat für die EU-Mission Aspides im Roten Meer um ein weiteres Jahr verlängert. Die Bundeswehr beteiligt sich weiterhin mit einer Fregatte und einem Bordhubschrauber. Aktuell ist die Fregatte „Hamburg“ mit 260 Soldaten im Einsatzgebiet. Die Mission schützt zivile Schifffahrt vor Angriffen jemenitischer Huthi-Milizen.

Verschärfte Bedrohungslage

Die Huthi greifen weiterhin Handelsschiffe an, wenn auch in geringerer Frequenz. Seit Beginn der Mission im Februar 2024 wurden über 100 Angriffe abgewehrt. Die Bundesmarine setzte mehrfach SeaSparrow- und RAM-Flugkörper ein. Die Munitionsversorgung ist seitdem ein Dauerthema.

Politischer Nebenschauplatz

Während die operative Notwendigkeit unbestritten ist, kritisiert ein Teil des Bundestages die hohen Kosten und die Personalbindung. Pro Einsatz binden die Mission rund 250 Marinesoldaten plus Hubschrauberbesatzung. Die Verlängerung wurde mit breiter Mehrheit beschlossen.

Folgen für die Flotte

Die Bundesmarine hat nur zwölf Großkampfschiffe — vier davon ständig im Einsatz. Inspekteur Marine forderte erneut eine schnellere Modernisierung der Flotte. Die F126-Fregatten sollen ab 2028 entlastend wirken.

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