Eurofighter-Update verzögert sich erneut
Manching. Die Auslieferung der Tranche-5-Eurofighter mit dem Captor-E-Radar verzögert sich um mindestens 14 Monate. Airbus nennt Lieferprobleme bei Schlüsselkomponenten und Software-Integrationsprobleme.
Folgen für die Luftwaffe
Für die Luftwaffe bedeutet das einen empfindlichen Rückschlag. Die Tranche-1-Maschinen, die ab 2030 ausgemustert werden sollten, müssen länger im Dienst bleiben — mit entsprechenden Mehrkosten für Wartung und Betrieb. Die Einsatzbereitschaft der Flotte liegt aktuell bei knapp 60 Prozent.
AESA-Radar als Schlüsseltechnologie
Das aktive elektronisch gescannte Radar Captor-E ermöglicht den Eurofighter die Bekämpfung mehrerer Ziele gleichzeitig und stellt einen entscheidenden Sprung gegenüber dem mechanischen Vorgängerradar dar. Ohne Captor-E bleibt der Eurofighter gegenüber modernen Suchoi-Mustern technologisch im Nachteil.
Vertragliche Konsequenzen
Das Bundesamt für Ausrüstung verhandelt derzeit über Vertragsstrafen. Airbus weist die Verantwortung in Teilen an Zulieferer weiter. Eine endgültige Klärung der Mehrkosten wird für das zweite Halbjahr erwartet.
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