GTK Boxer: Neue Variante als Sanitätsfahrzeug bestellt
Koblenz. Das Bundesamt für Ausrüstung hat eine zusätzliche Boxer-Variante als geschütztes Sanitätsfahrzeug bei ARTEC bestellt. Die 42 Fahrzeuge ergänzen die bestehende Familie und ersetzen ältere Wolf-Krankenkraftwagen in den Sanitätsregimentern. Die Auslieferung beginnt im vierten Quartal 2026. Stückpreis je Fahrzeug: rund 3,9 Millionen Euro.
Notarztversorgung im Gefecht
Die neue Variante kann zwei liegende Schwerstverletzte und einen Notarzt aufnehmen. Sie verfügt über Beatmungs-, Defibrillations- und Bluttransfusionsausrüstung. Die Schutzklasse entspricht der gepanzerten Standardausführung des Boxer und erlaubt Einsätze im Gefechtsraum.
Bestelllage des Boxer-Programms
Insgesamt sind nun 535 Boxer in 18 Varianten beauftragt. Damit gilt das Programm als Rückgrat der mittleren Kräfte des Heeres. Die Ausstattung der Sanitätsregimenter 1, 2 und 3 wird vorrangig erfolgen. Frankreich und Niederlande beobachten die Sanitätsvariante mit Interesse.
Industrielle Kooperation
ARTEC, das Gemeinschaftsunternehmen von KNDS Deutschland und Rheinmetall, produziert die Wannen in München, die Missionsmodule in Kassel. Die Gesamtfertigungstiefe in Deutschland liegt nach Firmenangaben bei 88 Prozent.
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