K130-Korvetten erhalten Naval Strike Missile
Warnemünde. Die Korvetten der Klasse K130 erhalten den seegestützten Marschflugkörper Naval Strike Missile. Bei einem Erprobungsschuss vor Warnemünde wurde ein Übungsziel auf 130 Kilometern Distanz erfolgreich bekämpft. Die Bundeswehr integriert NSM auf allen fünf neuen Korvetten der zweiten Tranche. Hersteller ist die norwegische Kongsberg.
Schluss mit RGM-84
Die NSM ersetzt die in die Jahre gekommene Harpoon RGM-84 auf den älteren Korvetten der ersten K130-Tranche. Damit verfügt die Bundesmarine erstmals über eine durchgängige Seezielbekämpfungsfähigkeit mit niedriger Radarsignatur. Insgesamt werden bis 2028 zehn Korvetten nachgerüstet.
Operative Bedeutung
Die Korvetten operieren überwiegend in der Ostsee, wo der reduzierte Radarquerschnitt der NSM entscheidende Vorteile bietet. Der Korvettenkommandeur Korvettenkapitän Felix Brandt sprach von einem „endlich modernen Hauptwaffensystem“.
Mehr Einheiten geplant
Die Bundesmarine plant zudem die Beschaffung von zwei zusätzlichen K130-Korvetten in einer dritten Tranche. Die Vorlage wird vom Verteidigungsministerium für das vierte Quartal 2026 vorbereitet. Geschätzte Kosten: 1,8 Milliarden Euro.
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