Luftwaffe übernimmt erste F-35A in Eielson
Fairbanks. Auf der Eielson Air Force Base in Alaska hat die deutsche Luftwaffe das erste Serienexemplar des Kampfflugzeugs F-35A entgegengenommen. Das Flugzeug mit der Werknummer AS-01 wird vorerst für die Ausbildung deutscher Piloten und Techniker am Standort verbleiben. Bis 2027 sollen acht weitere Maschinen folgen. Die ersten Flüge auf deutschem Boden sind für Herbst 2026 vorgesehen.
Nukleare Teilhabe als Treiber
Die Beschaffung von 35 F-35A ersetzt den Tornado in der Rolle der nuklearen Teilhabe. Die Maschinen werden in Büchel stationiert und sollen die US-amerikanischen B61-12 Bomben tragen können. Die Zertifizierung läuft, die Auslieferung der ersten Tranche für Büchel ist für 2027 geplant.
Logistik und Wartung
Die Bundeswehr beteiligt sich am global verteilten ALIS-Nachfolgesystem ODIN. Erste Wartungskapazitäten entstehen in Nörvenich, dort wird auch ein deutscher Simulatorverbund aufgebaut. Lockheed Martin liefert die Komponenten in Tranchen, der Bundesrechnungshof hatte die Datenabhängigkeit von den USA mehrfach kritisiert.
Kostenrahmen
Das Gesamtprogramm einschließlich Bewaffnung, Infrastruktur und Ausbildung wird vom Ministerium mit 10,1 Milliarden Euro beziffert. Der Verteidigungsausschuss hatte eine vierteljährliche Berichtspflicht beschlossen. Bislang liegen keine Verzugsmeldungen vor.
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