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Marinefliegerkommando: P-8A Poseidon übernimmt Seeraumaufklärung

Marinefliegerkommando: P-8A Poseidon übernimmt Seeraumaufklärung

Nordholz. Auf dem Marinefliegerstützpunkt Nordholz hat die deutsche P-8A Poseidon den vollständigen Auftrag der Seeraumaufklärung über Nord- und Ostsee übernommen. Damit endet die Übergangszeit nach der Außerdienststellung der P-3C Orion. Insgesamt acht Maschinen sind im Zulauf, fünf davon bereits in der Truppe. Die Übergabe der letzten Maschine ist für 2027 vorgesehen.

Modernes Sensorpaket

Die P-8A verfügt über das APS-154 Advanced Airborne Sensor und kann mit MK-54-Torpedos sowie LRASM-Marschflugkörpern bewaffnet werden. Die deutschen Maschinen wurden zusätzlich mit MILDS-Selbstschutzsystem und nationaler Kommunikationsausstattung versehen.

Kooperation mit Norwegen

Deutschland kooperiert beim Betrieb mit den norwegischen P-8A-Streitkräften und plant gemeinsame Aufklärungspatrouillen über der GIUK-Lücke. Erste gemeinsame Trainings haben in Andøya stattgefunden. Das Kommando der Marineflieger sieht hier den Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit.

Personalfrage

Die Marineflieger leiden weiter unter Personalengpässen. Pro Maschine werden vier vollständige Besatzungen benötigt. Bis Ende 2027 sollen 28 neue Pilotinnen und Piloten ausgebildet sein. Die Ausbildung erfolgt teilweise an den US-Stützpunkten Jacksonville und Whidbey Island.

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