Niger: Bundeswehr beendet Beratungsmission endgültig
Niamey. Die Bundeswehr hat ihre Beratungsmission im Niger nach 13 Jahren endgültig beendet. Die letzten 15 deutschen Soldaten verließen die Hauptstadt Niamey per A400M. Nach dem Militärputsch von 2023 war eine sicherheitspolitische Zusammenarbeit kaum noch möglich gewesen. Material im Wert von rund neun Millionen Euro wurde übergeben oder zurückverlegt.
Verlustreiches Engagement
Insgesamt waren über die Jahre rund 1.800 Bundeswehrangehörige in der Sahel-Region eingesetzt. Die Mission EUTM Mali endete 2024, die deutsche Beteiligung an MINUSMA bereits 2023. Mit dem Abzug aus Niger ist nun keine deutsche Truppe mehr im westafrikanischen Sahel präsent.
Lehren aus dem Engagement
Aus dem Einsatzführungskommando heißt es, die Sahel-Erfahrung habe gezeigt, dass Ertüchtigung lokaler Sicherheitskräfte nur in stabilen politischen Rahmenbedingungen wirksam sei. Die Beratungsmission im Niger habe die Kapazitäten zwar verbessert, eine politische Wende aber nicht verhindern können.
Neuer Fokus Ostflanke
Die freiwerdenden Kapazitäten fließen in die Verstärkung der NATO-Ostflanke. Inspekteur Heer betonte, der Schwerpunkt der Bundeswehr liege „klar bei Landes- und Bündnisverteidigung in Europa“. Eine Rückkehr in die Sahel-Region sei mittelfristig nicht vorgesehen.
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