Norwegen tritt European Sky Shield bei
Oslo. Norwegen tritt der von Deutschland initiierten European Sky Shield Initiative bei. Mit dem Beitritt steigt die Zahl der teilnehmenden Staaten auf 22. Norwegen plant die Beschaffung von Iris-T SLM und kooperiert beim Aufbau einer gemeinsamen Logistik. Die Unterzeichnung erfolgte am Rande der NATO-Ministerrunde in Brüssel.
Nordflanke im Fokus
Der norwegische Beitritt ist strategisch bedeutsam, weil die NATO-Nordflanke seit dem schwedischen und finnischen Beitritt zur entscheidenden Konfrontationslinie geworden ist. Norwegen verstärkt seinerseits die Luftverteidigung um Bardufoss und Banak. Die Bundeswehr soll ab 2027 turnusmäßig Patriot-Detachments in Norwegen stationieren.
Frankreich abseits
Paris hält weiterhin Abstand zur Initiative und verweist auf die eigene Lösung mit SAMP/T NG. Im Élysée wird die deutsche Führungsrolle skeptisch gesehen. Bundesverteidigungsminister Pistorius forderte erneut eine Bündelung der europäischen Anstrengungen.
Industriepolitischer Effekt
Für Diehl Defence und MBDA bedeutet der norwegische Beitritt eine signifikante Auftragsperspektive. Diehl rechnet mit einer Folgebestellung im hohen dreistelligen Millionenbereich. Auch der norwegische Hersteller Kongsberg wird in das Programm integriert.
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