Reservisten fordern bessere Ausstattung
Berlin. Der Reservistenverband fordert eine bessere Ausstattung der ungedienten und gedienten Reservisten. Insbesondere bei persönlicher Schutzausrüstung, Bekleidung und Funkgeräten bestehe massiver Nachholbedarf.
Aktuelle Situation
Im Spannungsfall sollen Reservisten innerhalb von 72 Stunden voll einsatzbereit sein — derzeit unrealistisch. Viele aktive Reservisten besitzen keinen vollständigen Satz an Einsatzausrüstung, sondern müssen sich diese bei jeder Übung erneut leihen. Helme und Schutzwesten entsprechen oft noch dem Stand der 1990er Jahre.
Forderungen des Verbandes
Der Verband fordert einen verbindlichen Ausstattungsstandard für jeden beorderten Reservisten, ähnlich der schwedischen Praxis: persönliche Tarnkleidung, Helm, Schutzweste und Funkgerät sollen bei den jeweiligen Heimatstandorten gelagert und im Anforderungsfall sofort verfügbar sein.
Reaktion aus dem Ministerium
Das Verteidigungsministerium kündigte einen mehrjährigen Investitionsplan an. Konkrete Zahlen wurden nicht genannt. Bis 2030 sollen 60.000 beorderte Reservisten in den Strukturen der Heimatschutzregimenter zusammengefasst werden.
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