Reservisten: Schießausbildungstage werden verdoppelt
Hammelburg. Das Verteidigungsministerium verdoppelt die jährlichen Schießausbildungstage für beordnerte Reservisten von vier auf acht. Damit reagiert die Bundeswehr auf wiederholte Kritik, Reservisten seien nicht durchhaltefähig. Zugleich werden die Ausbildungsplätze in Hammelburg und Munster aufgestockt. Die Maßnahme tritt ab Juli 2026 in Kraft.
Beorderung deutlich ausgeweitet
Die Zahl der beorderten Reservisten soll bis 2030 von heute 35.000 auf 65.000 steigen. Ihnen werden konkrete Dienstposten zugeordnet, die im Spannungsfall sofort besetzt würden. Die Beorderung gilt für maximal zehn Jahre nach Ende des aktiven Dienstes.
Arbeitgeber im Boot
Das Modell setzt auf eine engere Einbindung der Arbeitgeber. Diese erhalten künftig eine pauschalierte Aufwandsentschädigung. Der Bundesverband der Personalverantwortlichen wird in einen Beirat aufgenommen. Erste Pilotbetriebe gibt es bereits in Bayern und Niedersachsen.
Materialfragen
Die zusätzlichen Ausbildungstage erfordern mehr Munition und Material. Allein der zusätzliche Munitionsbedarf wird auf 1.200 Tonnen jährlich beziffert. Auch der Verschleiß bei Handwaffen wird steigen — eine Ersatzbeschaffung G36 ist geplant.
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