Russische Marine verlegt Schwarzmeerflotte
Sewastopol. Die russische Marine hat einen Großteil ihrer Schwarzmeerflotte nach Noworossijsk verlegt. Westliche Analysten werten den Schritt als Eingeständnis der wachsenden ukrainischen Bedrohung durch Seedrohnen und Marschflugkörper.
Sewastopol als Hauptstützpunkt
Sewastopol verliert damit seine Bedeutung als Hauptstützpunkt der russischen Seestreitkräfte im Schwarzen Meer. Wiederholte Angriffe ukrainischer Magura-V5-Drohnen und Storm-Shadow-Marschflugkörper hatten in den vergangenen 18 Monaten mehrere Großkampfschiffe versenkt oder schwer beschädigt — darunter das ehemalige Flaggschiff Moskwa.
Folgen für die Operationen
Noworossijsk liegt rund 300 Kilometer östlich der Krim und damit außerhalb der bisherigen Reichweite der meisten ukrainischen Waffensysteme. Dafür sind die Hafenkapazitäten und die Infrastruktur für Großkampfschiffe deutlich geringer. Wartungs- und Versorgungsoperationen werden komplizierter.
Strategische Bewertung
Analysten des britischen Verteidigungsministeriums sprechen von einem „de facto Erfolg der ukrainischen Asymmetric-Warfare-Strategie“. Die Kontrolle über das nordwestliche Schwarze Meer ist faktisch an Kiew übergegangen.
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