Schweden übernimmt NATO-Battlegroup-Führung in Lettland
Adazi. Schweden hat erstmals die Führung einer multinationalen NATO-Battlegroup übernommen. Der schwedische Verband mit rund 1.000 Soldaten steht in Adazi unter Kanadas politischer Rahmenführung. Deutschland stellt eine Pionierkompanie. Die feierliche Übernahme erfolgte in Anwesenheit der lettischen Staatspräsidentin.
Bedeutung für die Allianz
Mit Schweden übernimmt erstmals ein erst kürzlich beigetretener Bündnispartner Führungsverantwortung an der NATO-Ostflanke. Die schwedische Armee gilt als modern, ist aber zahlenmäßig klein. Das Engagement in Lettland ist deshalb auch ein politisches Bekenntnis.
Multinationale Zusammensetzung
Neben Schweden, Kanada und Deutschland sind Spanien, Italien, Polen, Slowakei, Albanien, Montenegro, Nordmazedonien und Slowenien beteiligt. Die Bundeswehr stellt vor allem Pionier- und Sanitätskräfte sowie Drohnenaufklärung.
Stationierungsvertrag verlängert
Im Zuge der Übernahme wurde der lettisch-multinationale Stationierungsvertrag bis Ende 2030 verlängert. Lettland baut zudem eine neue Liegenschaft für die Battlegroup in Selia. Die Baukosten von 280 Millionen Euro werden anteilig aus dem NATO Security Investment Programme finanziert.
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